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TSV Victoria Clarholz e.V. - Abteilung Hapkido
Was ist Hapkido?
Hapkido zu beschreiben fällt häufig nicht leicht. Wir versuchen einen Einblick in den Sport, unsere Trainingsgrundsätze zu geben.

Training

Unser Trainingskonzept

Trainingsinhalte

Unser Trainingskonzept

Unser Hapkido Training lebt von der Gemeinschaft und vom gegenseitigen Vertrauen. Dazu versuchen wir ein abwechslungsreiches, interessantes und lehrreiches Training anzubieten. Landeslehrgänge und die Teilnahme an nationalen und internationalen Meisterschaften helfen uns neue Gesichtspunkte kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen.

Darüber hinaus darf die Gemeinschaft nicht zu kurz kommen. Mit Aktionen wie Hallenübernachtungen, Abteilungsfahrten (als Trainingswochenende oder in einen Ferienpark) fördern wir den Zusammenhalt in unserer Abteilung.

Trainingsinhalte

Das Training ist in Kinder- und Jugend/Erwachsenentraining geteilt. Während einer Trainingseinheit werden zwei bis drei Schwerpunkte gezielt trainiert, neu erlernt oder vertieft. Die Trainingsziele der einzelnen Sportler können dabei sehr unterschiedlich sein. Je nach dem ob die nächste Gürtelprüfung, ein Wettkampf oder die persönliche Fittness im Vordergrund stehen.

Handtechniken

Handtechniken machen den größten Teil des Hapkido Trainings aus. Hier lernt der Schüler auf Standardangriffe, wie z.B. das Fassen der Kleidung angemessen zu reagieren und sich erfolgreich gegen einen Gegner zu Wehr zu setzen. Über die Verschiedenen Gürtel hinweg werden Techniken gegen Angriffe wie festhalten, Haarzug, reißen an der Kleidung, treten, schlagen oder würgen Schritt für Schritt erlernt. Eine gute Grundlage um sich gegen verschiedene Angriffe effektiv zu wehren.

Fußtechniken

Effektive Tritte sind eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Selbstverteidigung. Neben den Tritten selber wird natürlich auch die Körperbeherrschung, der Gleichgewichtssinn und die Dehnung gefördert. Bei höheren Gürteln kommt auch noch die Sprungkraft mit hinzu. Fußtechniken werden gerne in der traditionellen Viererblock- Aufstellung geübt. Dazu kommt Training an der Pratze, bei dem es auch auf Treffgenauigkeit und Kraft ankommt.

Fallschule

Viele Auseinandersetzungen enden am Boden. Wer richtig fallen kann minimiert das Verletzungsrisiko. Eine gute Fallschule ist ebenfalls notwendig um mit seinem Trainingspartner Handtechniken üben zu können. Ein Großteil der Fallschule wird in den ersten drei Schülergürteln erlernt uns später häufig noch weiter verbessert.

Schlagtechniken

Schlagtechniken kommen in vielen Selbstverteidigungstechniken vor. Neben der richtigen Handhaltung für die verschiedenen Schläge wird hier die Kraft aber auch die Zielgenauigkeit und das Distanzgefühl trainiert. Dabei werden die Schläge sowohl an einem Schlagpolster oder (mit einem kleinen Abstand) am Partner geübt.

Freie Abwehr

In der freien Abwehr werden alle gelernten Techniken vereint. Ein Verteidiger muss sich gegen mehrere Angreifer verteidigen, die zufällig und mit den unterschiedlichsten Techniken angreifen. Hier wird das Gelernte in die Praxis umgesetzt. Neben der technisch korrekten Ausführung muss der Verteidiger auch den Überblick behalten und sollte nicht in eine Ecke oder gar zwischen mehrere Angreifer geraten.

Freikampf

Nicht jeder Angriff beinhaltet umklammern, greifen oder würgen. Im Freikampf wird hauptsächlich durch Schläge und Tritte gekämpft, so wie es aus dem Kickboxen bekannt ist. Der verletzungsfreie Leichtkontakt Kampf steht hier im Vordergrund. Ein Mattenleiter sorgt dafür, das die Kämpfenden die Regeln einhalten und spricht Ermahnungen und Verwarnungen aus.

Bruchtest

Der Bruchtest dient der Kontrolle von Schlag- und Tritttechniken auf ihre Schnelligkeit. Wenn eine Technik lange genug geübt wurde ist der Schüler in der Lage ein Brett und auch andere Gegenstände gezielt zu zerstören. Je nach Hindernis ist häufig die geistige Barriere schwieriger zu überwinden, als das Bruchtestmaterial selber. Für den Bruchtest werden Fichtenbretter in 2cm und 4cm Stärke, so wie Dachziegel und gelegentlich auch Ziegelsteine verwendet. Zum Bruchtesttraining muss natürlich das Knochenwachstum des Schülers weitestgehend abgeschlossen sein.

Formen

Einen fest vorgegebenen Bewegungsablauf einstudieren und mit größter Präzision und Geschwindigkeit wiederzugeben ist eine der Königsdisziplinen in jedem Kampfsport. Eine Form in Vollendung zu laufen erfordert Jahrelanges intensives Training. Dementsprechend beeindruckend ist dann aber auch der Anblick bei Vorführungen oder auf Meisterschaften. Formen werden mit oder ohne Waffe gelaufen. Traditionelle Formen erfordern ein Höchstmaß an Konzentration und Selbstbeherrschung. Showformen hingegen werden häufig mit Musik untermahlt und beinhalten auch gerne einige wenige akrobatische Elemente.

Meditation

Zum Beginn und Ende des Trainings erfolgt das Abschalten, eine Meditationsphase in der die Schüler und Trainer Alltag und Training voneinander trennen können. Diese Übung bereitet den Kampfsportler auch darauf vor, Meditationsphasen nutzen zu können wenn diese erforderlich werden, z.B. vor und während Wettkämpfen, zur Vorbereitung auf einen Bruchtest, bei sportlichem Misserfolg oder um Aggressionen abzubauen.

Disziplin

Das Wissen sich selbst verteidigen zu können bringt auch eine Verantwortung mit diesem Wissen umgehen zu können. Der gegenseitige Respekt von Schülern und Trainern ist ein wichtiger Baustein um diese Verantwortung zu lernen. Wir Trainer versuchen uns diesen Respekt durch Fachwissen und ein interessantes Training zu erarbeiten, anstatt ihn durch andere Maßnahmen zu erzwingen.

Hapkido-Techniken sind für den Notfall, den einen Tag in unserem Leben, an dem wir uns unerwartet verteidigen müssen. Hapkido gehört nicht auf die Straße oder auf Schulhöfe. Deswegen tragen wir unseren Dobok auch nicht außerhalb der Halle. Auch, um andere nicht zu Provozieren.

Theorie

Das koreanische Herkunftsland spiegelt sich noch heute beim Training wieder. Die Kommandosprache und die Benennung der Techniken erfolgt auf Koreanisch. Auch ein Teil des asiatischen Wertesystems wurde in das Training übernommen. Daher gehören koreanische Vokabeln und aber auch z.B. das Wettkampfreglement zum Prüfungsprogramm der höheren Schülergürtel. Für den Erwerb des schwarzen Gürtels ist sogar eine schriftliche Arbeit erforderlich.

Waffen

In den Fortgeschrittenen Gürteln lernt man sich gegen verschiedenste Waffen, wie z.B. Stöcker in den unterschiedlichsten Längen oder z.B. gegen ein Messer zu verteidigen. Dazu ist es meistens unabdingbar sich mit der Handhabung der verschiedensten Waffen ebenfalls vertraut zu machen. Die meisten "traditionellen" Waffen können sowohl zum Angriff, aber auch zur Verteidigung eingesetzt werden. Daher gehören Waffen wie Langstock, Mittelstock, Kurzstock, Messer, Fächer und Schwert zum Trainingsprogramm der höchsten Schülergrade und der Schwarzgurte.